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LEONARD COHEN

Lesen Sie hier unsere Berichte über Leonard Cohens Live-CD und DVD,
über sein Geburtstagskonzert in Barcelona,
über die Grammy Verleihung 2010
und über die Tournee 2010 Achtung. neue Termine!!!

Letzte Aktualisierung : 10.05.2010

LEONARD COHENS TOURNEE 2010

Kurz nach der Grammy-Verleihung,  zog sich Leonard Cohen beim Fitnesstraining eine Rückenverletzung zu. Laut Auskunft der Ärzte ist er in guter körperlicher Verfassung - sie haben ihm jedoch ein halbes Jahr Pause verordnet, um sich zu regenerieren. Über dreistündige Auftritte sind schließlich kein Pappenstiel für einen über 75jährigen!
Aus diesem Grund ist die geplante Tournee verschoben worden. 

Die derzeit bekannten Termine (Stand 09.05.2010, Termine in Deutschland fettgedruckt) :

So 25.07. Zagreb (Kroatien)
Di 27.07. Salzburg (Österreich)
Mi 28.07. Graz (Österreich)
Sa 31.07. Sligo (Irland)

So 01.08. Sligo (Irland)
Mi 04.08. Malmö (Schweden)
Fr 06.08. Oslo (Norwegen)
So 08.08. Stockholm (Schweden)
Di 10.08. Helsinki (Finnland)
Do 12.08. Göteborg (Schweden)
Sa 14.08. Odense (Dänemark)
Mi 18.08. Berlin – Waldbühne
Fr 20.08. Gent (Belgien)
Sa 21.08. Gent (Belgien)
So 22.08. Gent (Belgien)

Fr 03.09. Wiesbaden – Bowling Green
So 05.09. St. Margarethen (Österreich)
Mi 08.09. Basel (Schweiz)
Mi 15.09. Caen (Frankreich)
Fr 17.09. Grenoble (Frankreich)
So 19.09. Strasbourg (Frankreich)
Di 21.09. Marseille (Frankreich)
Do 23.09. Tours (Frankreich)
Sa 25.09. Lille (Frankreich)
Mo 27.09. Hannover – Arena
Mi 29.09. Dortmund – Westfalenhalle

Fr 01.10. Stuttgart – Schleyerhalle
Mo 04.10. Katowice (Polen)
Do 07.10. Moskau (Russland)
Mi 13.10. Bratislava (Slowakei)

bitte beachten Sie die örtliche Presse, Infos finden Sie auch bei www.eventim.de

Es sollen noch weitere Konzerttermine hinzukommen. 
Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Bitte verfolgen Sie auch die Website www.leonardcohen.com/tour

 

 

Als Leonard Cohen 2008 auf Welttournee ging, war im Vorfeld zu lesen, er sei in finanziellen Schwierigkeiten. 
Ich befürchtete deshalb, daß er seine Konzerte routiniert abspulen würde, eher von Sachzwängen als von Spiellaune 
auf die Bühne getrieben. Doch weit gefehlt. Ich war begeistert! Begeistert vom Charme dieses Mannes, von seiner 
Ausstrahlung die so gänzlich bescheiden und unprätentiös, so verbindlich und elegant wirkte. 
Da fällt mir nur ein einziges Wort ein: Respekt. Tiefer Respekt.
Lesen Sie deshalb die Rezension über:

LEONARD COHEN : live in london 2008

Schon beim Intro, als Cohen, für seine 74 Jahre erstaunlich rüstig, auf die Bühne tänzelte, wurde klar: hier gibt einer sein Bestes. Und das ist eine Menge, blickt man auf das immense Gesamtwerk Leonard Cohens.

Cohen wirkte ausgesprochen fröhlich und gleichzeitig demütig. Seine Begrüßung
  "we're honored to play for you tonight" wirkte ebensowenig aufgesetzt wie die Verabschiedung "thank you for keeping my songs alive". 
Daraus sprechen Stolz und Freude, es noch einmal geschafft zu haben.

Begleitet wurde er von einer excellenten Band, die routiniert, professionell und dennoch inspiriert spielte. Hervorzuheben der fabelhafte spanische Gitarrist Javier Mas (der schon beim Konzert "Acordes con Leonard Cohen", erhältlich auf CD, eine tragende Rolle spielte), aber auch die wundervollen Begleit sängerinnen Sharon Robinson und "The Sublime Webb Sisters". 
Achten Sie beispielsweise im Song "Who By Fire" auf die subtile Instrumentierung. Achten Sie auf den zurückhaltenden und dennoch präsenten Begleitgesang. 
Achten Sie auf die feinen solistischen Einlagen. 
Vielleicht achten Sie aber gar nicht auf Details, sondern lassen sich faszinieren von einem intensiven Konzerterlebnis, das sogar die kühle Olympiahalle in wohlige Atmosphäre tauchte.

Egal ob in sanftmütigen Songs wie "Suzanne" oder "Bird On The Wire", in den schelmischen Titeln „Tower Of Song" oder „I’m Your Man" – Cohen erwies sich stets
 in Hochform. Seine Stimme ist noch sonorer, noch faszinierender geworden – 
tief wie der Marianengraben, wie es im Booklet zur CD heißt.

Das Erlebnis, einen durch und durch bescheidenen, freundlichen und umgänglichen Künstler gesehen zu haben, beeindruckte mich zutiefst. Ebenso wie die wohlerzogene Koketterie, mit der Cohen nach jedem Song seinen Hut zog, seine Musiker vorstellte, sich vor ihnen verbeugte. Ein großer Künstler und ein großer Mensch.

Der (fast komplette) Konzertmitschnitt, erschienen als Doppel-CD und als DVD, ist deshalb ein feines Erinnerungsstück. Denn selbst auf "Konserve", vor allem natürlich auf DVD, wird die Faszination dieses Mannes deutlich.

Ich habe im Laufe der letzten Jahrzehnte viele Konzerte miterlebt, die noch lange Zeit Tagesgespräch waren. Mir ist aber kein einziges Konzert bewußt, das derartig lange in den Köpfen der Besucher nachwirkte. Noch heute, lange Zeit nach Cohens Auftritt in München, kommen die Hörer ins Schwärmen, wenn sie an das Konzert denken.

Wenn Sie, liebe Musikfreunde, dieses Gefühl nachvollziehen wollen, dann empfehle ich Ihnen: kaufen Sie sich die DVD, nehmen Sie sich 2 ½ Stunden Zeit, schalten Sie Ihr Handy aus, öffnen Sie eine Flasche Wein und sehen Sie Leonard Cohen Live In London. Sie werden fasziniert sein.
Gerhard Rühl,SHIROKKO MUSIK, im März 2009

Leonard Cohen : Live In London
Sony Music 2009, Laufzeit 151 Minuten,
2 CDs € 25,00, DVD € 22,00

Tracklisting
CD 1:
Dance Me To The End Of Love – The Future – Ain’t No Cure For Love – Bird On The Wire – Everybody Knows – In My Secret Life – Who By Fire – Hey, That’s No Way To Say Goodbye – Anthem – Tower Of Song – Suzanne – The Gypsy’s Wife.

CD 2:
Boogie Street – Hallelujah – Democracy – I’m Your Man – A Thousand Kisses Deep (Recitation) – Take This Waltz – So Long, Marianne – First We Take Manhattan – Sisters Of Mercy – If It Be Your Will – Closing Time – I Tried To Leave You – Whither Thou Goest.

 

 

Leonard Cohens 75. GEBURTSTAG
AM 21. SEPTEMBER 2009

Eine Nachbetrachtung des Konzerts im
Palau Sant Jordi, Barcelona

click here 
to read 
english version

Talk Of The Town

Wir haben in den letzten Jahrzehnten eine Unmenge an Konzerten miterlebt. In den besten Momenten waren solche Konzerte für längere Zeit "Tagesgespräch" – egal ob es sich um die Beatles oder den Buena Vista Social Club, um 
Rubén Gonzalez oder Robbie Williams handelte.

In der fast vierzigjährigen Geschichte des SHIROKKO haben wir jedoch kein Konzert erlebt, das auch nur annähernd so lange in den Köpfen und Herzen der Kunden und Hörer nachwirkte. Noch heute;  lange Zeit nach Leonard Cohens Auftritt in der Münchner Olympiahalle, bekommen fast tagtäglich Leute eine Gänsehaut, wenn sie nur daran denken (wir natürlich eingeschlossen…).

Recherchiert man im Internet, fällt auf, daß dieser Effekt seit 18 Monaten und ca. 150 Konzerten der gleiche ist, egal wo Leonard Cohen aufgetreten ist. Beim Betrachten der vielen privaten Videos kommt mir sogar der Gedanke: Cohens Auftritte sind keine bloßen Konzerte, sie haben etwas von einem Gottesdienst an sich (zumindest reisen viele Fans wie Wallfahrer von Konzert zu Konzert).

 

Something Special

Da war es naheliegend, daß wir Leonard Cohen anläßlich seines 75. Geburtstages die Ehre erweisen und sein Konzert besuchen – zumal es auch noch (sicherlich kein Zufall!?) 
in unserer Lieblingsstadt Barcelona stattfand. 
Es war uns klar : dies wird ein außergewöhnlicher Abend werden.
Dann, zwei Tage vor dem Konzert, die schlimme Nachricht: 
Leonard Cohen ist in Valencia auf der Bühne zusammengebrochen.
 

 

Der Abend des 21. September.
Schon die Anfahrt hellt unsere Stimmung auf. Im zauberhaften Gelände des Montjuic mit seinen verschlungenen Wegen, 
den vielen Palmen und Pinien, befindet sich der Palau Sant Jordi, die ehemalige Olympiahalle. Vor der Halle ein großzügiger Platz mit Grünflächen, Treppen, Wasserfall - erleuchtet von riesigen gelben Lichtobjekten. Da mußte man sich zwangsläufig entspannen und der frohen Erwartung hingeben.

Waiting For A Miracle

Trotz aller Entspanntheit und spanischer Lässigkeit waren wir doch von einer gewissen Spannung beherrscht. 
Was würde uns erwarten? Kommt Leonard Cohen? Wie geht es ihm? Steht er ein ganzes Konzert durch? 
Wird er vielleicht eine verkürzte Show bieten?
Als Leonard Cohen um 21 Uhr 40 die Bühne betritt, gibt es erstmal minutenlange standing ovations. 
Ja, er ist da – und er macht einen sehr gesunden Eindruck.

Er beginnt das Konzert beginnt wie gewohnt mit "Dance Me To The End Of Love". Erst vor "Bird On The Wire", dem Song, 
den er in Valencia abbrechen mußte, kommen seine Dankesworte, die zwar von spürbarer Ergriffenheit zeugen, aber gleichzeitig auch signalisieren: "ich bin fit und gebe was ich kann".
Und das war eine ganze Menge. Kein Anflug von Schwäche, ganz im Gegenteil. 

Ich erinnere mich spontan an die ersten Auftritte von Ibrahim Ferrer, dem großartigen Sänger des Buena Vista Social Clubs. Er schien zunächst verwundert über so viel Beifall, doch im Laufe der Zeit wurde er vom schüchternen Begleitsänger zum Bühnenstar.

Auch die Musiker spielen viel lockerer und befreiter auf. Der Sound ist, kaum glaublich, noch besser geworden. 
Die Bildregie hat noch mehr Details eingefangen und zeigt sie auf den Videowänden. 
Das Programm, leicht verändert, scheint noch homogener. So singt Cohen beispielsweise "Lover, Lover, Lover" in einem eleganten Rumba-Rhythmus, als Hommage an Barcelona. Auch zu hören sein Hit "The Partisan" und das weniger bekannte, aber atmosphärisch dichte "Waiting For A Miracle".

Das Publikum läßt sich immer wieder zu spontanem Beifall hinreißen, immer wieder stehen die meisten der 14.000 Besucher auf, um diesem außergewöhnlichen Menschen die Ehre zu erweisen.

Absoluter Gänsehaut-Moment ist, als im Song "So Long Marianne" Tausende von Zuschauern, wie auf ein geheimes 
Kommando hin, von den hinteren Rängen nach vorne strömen um ganz demonstrativ zu zeigen:  Leonard, wir kommen 
zu dir, wir wollen in deiner Nähe sein. So ergießt sich das Publikum förmlich in den Raum vor der Bühne – Leonard Cohen 
ist sichtlich gerührt von so viel Zuneigung.
Nach über drei Stunden, vollgepackt mit tiefen emotionalen Momenten, entläßt er uns mit seinen Schlußworten 
in die milde spanische Nacht.

 

 

Do You Remember The 21st Night In September

Mit diesen Worten begann einst ein Song von Earth, Wind & Fire. Als hätten sie's geahnt – diese Nacht werden wir nie mehr vergessen. Nicht wegen der so unglaublich entspannten und dennoch so intensiven Stimmung. Vor allem nicht, weil wir das Glück hatten, einem ganz besonderen Abend eines ganz besonderen Künstlers beiwohnen zu dürfen.

Und, um noch mal auf die Theorie mit dem Gottesdienst zurückzukommen – wir haben Ostern erlebt, im September. Weil das vielleicht ein wenig zu pathetisch klingt, möchte ich hinzufügen:

Danke, Leonard, Du hast uns den Glauben an menschliche Künstler und künstlerische Menschen zurückgegeben. Oder, wie die spanische Zeitung "La Vanguardia" schreibt: 
"En estos tiempos, ya quedan pocos cantantes que dan tanto en el escenario". 
Zu deutsch: "Heutzutage gibt es wenige Künstler, die auf der Bühne alles geben".

 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir werden von dem, was uns Leonard Cohen im vergangenen Jahr und am vergangenen Montag gegeben hat, noch lange zehren.

P.S.: Überzeugen Sie sich selbst – sehen Sie auf YouTube wunderschöne Videos von diesem Konzert 
(vor allem die von Albert Noonan sind sehenswert!)

 

Leonard Cohen's 75th Birthday
A Review of his concert in Barcelona, Palau Sant Jordi, September 21th, 2009

Talk Of The Town

We have seen many hundreds of concerts in the past decades. When famous musicians visited our city, sometimes there was "something in the air" for days or weeks. But in the forty years' history of our shop we have never ever seen a concert that stayed for such a long time in the people's (and in our) minds and hearts. Every single day since October 2008 people get goosebumps just by thinking back.
Numerous contributions in the internet are talking of the same effect – it seems that Leonard Cohen has laid a trace of sympathy and respect all over the world.

Something Special
So we felt it was our duty to ignore financial and geographical inconveniences and fly to Barcelona, as we had foreseen this will be not a normal concert. Two days before the concert the shocking news: Cohen had a breakdown on the Valencia stage.

Barcelona
Having arrived at the Montjuic we felt better and more relaxed immediately. A lovely place, like a campus, with thousands of fans waiting, sitting, talking, eating and drinking in a fantastic atmosphere. 
But definitely there was still some fear – will Leonard Cohen be able to play? The full show?

Waiting For The Miracle
When Cohen entered the stage, he was confronted with standing ovations.
He's there – and he's looking pretty well, seems he is in very good conditions.
Starting the concert as always with "Dance Me To The End Of Love", Cohen waited until "Bird On The Wire" (the song he had to quit in Valencia) with some personal words, signalizing: I have come here to play, and I will give my very best.
It definitely was his very very best – I have never seen him better. Much more relaxed, with more confidence and power. His band played with more freedom for individual ideas, the sound was incredibly good, also on the back row places. The cameramen did a real good job by catching details and beaming them on the screens.
The program, with some changes, is better, more compact and intense. Cohen pays tribute to Barcelona with his song "Lover, Lover, Lover" in the elegant rhythm of Rumba Catalana. During "So Long Marianne" thousands of spectators decide to leave their seats and they crowd right before the stage. Sensational! Incredible! Overwhelming!

After more than three hours of first-class music Leonard Cohen leaves the stage, letting the public with incredibly intense feelings go out in the warm Spanish night.

Do You Remember The 21st Night Of September?
With these lines Earth, Wind & Fire once started a song. What a prophecy!
We well never forget this night, having the opportunity to share a special event on a special day for a special artist.

Thank you very much, Leonard. You gave us back the belief for subtleness, dignity and humanity in the music scene. 
The Spanish newspaper La Vanguardia wrote: "There are only a few artists today, who give everything they can on stage".

There's nothing more to say. What Leonard Cohen gave us will stay in our memories for a long long time.

Gerhard & Silvia Rühl, September 2009

 

GRAMMY FÜR LEONARD COHEN

Am 30. Januar 2010 wurde Leonard Cohen der Lifetime Award – Grammy für seine Lebensleistung verliehen. 
Das ist absolut gerechtfertigt, denn dieser Künstler hat in den letzten eineinhalb Jahren mehr als 190 Konzerte absolviert und dabei sicherlich weit über eine Million Hörer begeistert. Mehr als das – er hat eine weltweite Spur der Sympathie gelegt und dabei auch jede Menge junger Menschen fasziniert, die die zum Teil vierzig Jahre alten Songs in zeitgemäßen Arrangements erstklassig dargeboten bekamen.

Wir stehen mit den Grammy-Verleihungen üblicherweise auf Kriegsfuß, doch diesem Urteil können wir uns nur anschließen. Glückwunsch, Leonard. Mach weiter so!
Das SHIROKKO-Team

On January 30th Leonard Cohen was awarded with a Grammy for his lifetime achievement. Well deserved! 
LC has enlightened an estimated amount of more than a million of spectators during his world tour with more than 190 concerts. More than that – he laid a worldwide trace of sympathy, fascinating many young people with his contemporary versions of well-known songs.
Usually we don't agree with most Grammy awards – but this one really hit the right guy!
Congratulations, Leonard! Your team from SHIROKKO MUSIK MUNICH.

 

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mit vorheriger Genehmigung durch den Verfasser gestattet.

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